Mit Smartphone und Tablet stärker am Leben teilhaben:

Die von uns im Auftrag der LFK entwickelte App „Starthilfe – digital dabei“ unterstützt Senior*innen bei den ersten Schritten mit Smartphone und Tablet

In Kontakt bleiben, Familie und Freunde sprechen, auf dem Laufenden bleiben – selbst ohne erschwerte Bedingungen durch Corona sind dies im Alter große Herausforderungen. Geräte wie Smartphone und Tablet können hierbei eine gute Unterstützung darstellen, denn die „Alleskönner“ sind wie die Tür zur (digitalen) Welt.
Doch gerade ältere Menschen haben oft Berührungsängste – die Sorge, den Umgang mit diesen neuen Geräten nicht mehr erlernen zu können, versperrt ihnen den Weg in ein digital unterstütztes Leben.

Dies nahm die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) zum Anlass, eine Reihe von Medienkompetenzprojekten für Senior*innen zu initiieren.
Wir gewannen dabei die Ausschreibung zur Konzeption und Erstellung einer Lern-App.

„Uns war es wichtig, mit der App auch diejenigen abzuholen, die noch gar keine Vorerfahrungen haben“, so Mila Hundertmark (Geschäftsführerin vom Büro für Medienbildung).
Und so beginnt die App mit einer Erklärung, wie das Tippen funktioniert, damit auch absolute Neulinge die nächste Seite aufrufen können. Denn was für Kinder und Jugendliche „wie von selbst“ geht, ist für ältere Menschen oft eine scheinbar unüberwindbare Hürde. Senior*innen probieren ungern aus was passiert – aus Angst, etwas kaputt zu machen – sondern legen das Gerät bei Unsicherheiten gleich wieder in die Ecke.

Die nun entwickelte App ist eine sichere Lernumgebung zum Ausprobieren, Kennenlernen und Üben. Kurze Texte und Erklärvideos vermitteln die Inhalte einfach und nachvollziehbar. In einer Vielzahl von spielerischen Übungen kann das Erlernte dann erprobt werden – beispielsweise wenn man auf „Mückenjagd“ geht, um das Tippen zu üben.
„Die Übung ist toll. Das was man im Kopf verstanden hat praktisch auszuprobieren! Das ist auch witzig, etwas, was man gern macht und man erst nach mehrmaligem Tippen sagt: jetzt habe ich es kapiert, nicht nur im Kopf, sondern jetzt hab’ ich das in den Fingern.“, so der 80-Jährige Wilhelm Gernhardt, der die App bereits ausprobieren konnte. Und er ergänzt: „Man wird nicht an den Pranger gestellt, dass man das nicht kann. Die Schritte sind sehr klein, aber sehr nett. Das baut richtig gut die Angst ab.“

Die Bandbreite der vermittelten Inhalte deckt die grundlegende Bedienung des Geräts, Informationen zu Apps und Hilfestellung zum Umgang mit Messengern ab. Durch regelmäßige Abfragen können die Nutzerinnen wahlweise Schritt für Schritt durch alle Inhalte gehen, sich die Inhalte nach den eigenen Interessen zusammenstellen oder die App auch als eine Art Nachschlagewerk nutzen. „Mit der App wollen wir Seniorinnen befähigen, sich anschließend in den ‚echten‘ Apps zurechtzufinden, sicher und selbstbestimmt“, so Mila Hundertmark. „Daher haben wir zusammen mit der LFK bewusst entschieden, keine eingeschränkte Funktionswelt in einer Senioren-App zu erstellen, sondern für Seniorinnen erlebbar zu machen, wie sie Smartphone und Tablet für die eigenen Bedürfnisse nutzen können“.

Die App „Starthilfe – digital dabei“ gibt es für Smartphones und Tablets. Sie ist kostenlos für Android und iOS in den jeweiligen Stores erhältlich.

Weitere Informationen unter starthilfe-app.de

Bei einem so großen Projekt ist Teamwork gefragt – Danke für die gute Zusammenarbeit:
Für die technische Umsetzung arbeiteten wir mit den ebenfalls in Darmstadt ansässigen Programmierer*innen der Firma cosee zusammen. Im Dialog des knapp einjährigen Prozesses wurde aus unzähligen Ideen eine umfangreiche App mit vielfältigen Funktionen und Besonderheiten.
Illustration und Gestaltung der App lag in den Händen unserer Lieblingsgrafikerinnen von Zubinski.